Stromausfall – Wo ist er hin?
Foto von Waldemar Brandt

Stromausfall – Wo ist er hin?

Ich saß am Montagabend vor dem Fernseher und hatte mir die Tagesschau angeschaut. Eigentlich wollte ich mir die letzte Sendung mit Jan Höfer anschauen, der nach 35 Jahren vor der Kamera, Ende des Jahres, in den Ruhestand geht. Und dann ging das Licht aus. Stromausfall. Doch bitte nicht jetzt!

Stromausfall in Teilen von Wersten und Himmelgeist

Der Aldi Parkplatz an der Ickerswarder Str. mit seinen Flutlichtern hatte es ebenfalls erwischt. Ein Indiz, das nicht nur die Sicherung rausgesprungen ist. Die Straße war gespenstisch dunkel. Die ersten Lichtkegel der Taschenlampen durchstreiften den Nachthimmel. Und natürlich die rein rhetorischen Fragen der Nachbarn: „Habt ihr auch keinen Strom?“

Die Netzgesellschaft Düsseldorf mbH schreibt auf ihrer Seite, dass man für „die Stromversorgung in Düssel­dorf, rein statistisch betrachtet, damit rechnen muss, 15 Minuten im Jahr nicht mit elektrischer Energie versorgt zu sein. Damit liegt die Landeshauptstadt im bundesdeutschen Vergleich gar nicht schlecht, im Durchschnitt sind es in Deutschland nämlich 18 Minuten. In Großbritannien muss sich jeder Kunde auf mehr als eine Stunde Stromausfall einstellen und in Italien sogar auf mehr als drei Stunden.“

Irgendwann ist der Stromausfall ja auf vorbei. Nach 45 Minuten machte ich mir so meine Gedanken und nach einer Stunde schaute ich bei Twitter, ob Düsseldorf vielleicht doch schon zu Großbritannien gehört. Aber da stand auch nichts. In der Facebookgruppe wurde schon mal die Nachbarschaft in Itter befragt, ob man vielleicht mit einem Verlängerungskabel rüberkommen könnte.

Online war von „einem Defekt an einer Netzstation“ die Rede. Richtige Information sehen anders aus.

Was war nun der Grund des Stromausfalls und warum dauerte es über eine Stunde?

Also fragte ich direkt dort nach, die den Schaden ja auch beheben mussten. Die Pressesprecherin der Stadtwerke Düsseldorf AG, Frau Nathalie Güttler, hat mir freundlicherweise geantwortet und ich veröffentliche, wie immer, die ungekürzte Antwort.

„Sehr geehrter Herr H.,

am Montag, 14. Dezember, kam es um 20.11 Uhr zu einem Stromausfall, den ein defektes Kabel verursacht hatte. Es waren ca. 550 Häuser im Stadtteil Himmelgeist und Wersten (Otto-Hahn-Str.) betroffen. Die ersten ca. 200 Häuser (Bärenkamp, Himmelgeister Landstr.) waren um 21.26 Uhr wiederversorgt, weitere 250 Häuser (Ickerswarder Str. / Am Scheitenweg) um 21.24 Uhr, die letzten rund 100 Häuser (Otto-Hahn-Str.) um 21.40 Uhr.

Die längere Störungsdauer ist durch eine zeitgleich laufende Störung in Kaiserswerth zu erklären. Die Kollegen, die dort bei der Störungsbehebung im Einsatz waren, mussten von Kaiserswerth nach Himmelgeist fahren (ca. 40 Minuten). Die Zeit für die Störungssuche und die Wiederversorgung in Himmelgeist selbst verlief ohne besondere Vorkommnisse. Es wurden zudem weitere Kollegen des Entstördienstes aus der Rufbereitschaft (von Zuhause) hinzugezogen.“

Tja was soll ich sagen, das war eine kurze und absolut ausreichende Information.

Die Tagesschau habe ich mir dann in der Mediathek angeschaut.

Und wenn man ein wenig ehrlich ist, war es gar nicht so schlimm. Die Kerzen, die wir eh angezündet hatten, um uns auf die weihnachtlichen Tage einzustimmen, hatten auch etwas Kuscheliges. Wenn es jetzt noch draußen geschneit hätte.

In diesem Sinne
Mit himmlischen Grüßen und bleibt gesund

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hannelore

    sehr schön erklärt und geschrieben
    danke schön

  2. FalkBa

    Von wegen ‚ungekürzt‘, schon die Anrede Herr H. Ist gekürzt :-p

    Sehr schön geschrieben, danke auch für die Erwähnung 🙂

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